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Ornaris Blog

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Natürlich schön – und schön natürlich

Pflanzenkraft statt Chemie ist das Motto der Stunde im Beauty-Kosmos. Wir erklären, wie es dazu kam und warum sich in Bezug auf dieses Thema ein Besuch an der ORNARIS besonders lohnt.

Eine klassische Ausbildung auf ihrem Beruf hat sie nie absolviert. Stattdessen lernte Visagistin Lina Hanson «on the job», wie man so schön sagt. Mit viel Einsatz, zu dem viele Recherchen gehörten, in deren Verlauf sie feststellte, dass die meisten der herkömmlichen Kosmetik-Produkte potentiell gesundheitsschädigende Wirkstoffen enthalten. 

 

Ebenfalls sehr früh wurde der gebürtigen Schwedin klar, dass eine gut gepflegte Haut die beste Grundlage ist für ein gelungenes Make-up. Weil aber auch in Hollywood, wo Lina seit vielen Jahren arbeitet, nicht alle mit einem makellosen Teint gesegnet sind, entwickelte sie ein universales Pflegeprodukt aus rein natürlichen Wirkstoffen. Für sich, aber vor allem auch für ihre prominente Kundschaft, zu der zahlreiche Stars wie etwa Emma Watson oder Zac Efron gehören, die alle auf das Global Serum von Lina Hanson schwören.

 

Sowie damals Julia Roberts es machte, nachdem sie 1999 am Filmset von Erin «Brockovich» mit Produkten von Dr. Hauschka gestylt wurde, von denen sie nachher bei jeder Gelegenheit schwärmte. Nicht als teuer bezahlte Botschafterin, sondern als zufriedene Kundin. «The birkenstock of beauty products», nannte die Oscar-Preisträgerin im Interview mit dem Lifestyle-Magazin «W» ihre neuen Schönheitsfavoriten. Und machte damit die Naturkosmetik praktisch über Nacht salonfähig. Denn plötzlich galt es überall als ausgesprochen schick, sich mit natürlicher Kosmetik zu pflegen. 

 

Daran hat sich bis heute nichts geändert, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt. Über zehn Milliarden Dollar beträgt das Volumen des globalen Naturkosmetik-Sektors gemäss Schätzungen von Experten – Tendenz steigend. Was insofern bemerkenswert ist, da die konventionellen Kosmetikanbieter zum Teil massive Umsatzeinbrüche erlitten haben in den vergangenen Jahren. 

 

Bio im Bad hat sich also von der Nische zum Langzeit-Trend entwickelt, bei dem immer mehr mitmachen. Weil es ein steigendes Bedürfnis nach Kosmetika ohne Giftstoffe gibt, aber auch weil das Angebot mittlerweile alle Konsumenten-Segmente abdeckt. Denn neben bekannten Pionieren wie Weleda – mit Gründungsjahr 1922 die älteste Naturkosmetikfirma – und Dr. Hauschka gibt es je länger je mehr auch neue Brands, die grüne Kosmetik anbieten, übrigens auch aus der Schweiz.

 

 

Bildergalerie Bild 2

 

 

 

Wer speziell Naturkosmetik-Kosmetik «Made in Switzerland» sucht, sollte unbedingt einen Besuch der ORNARIS Zürich einplanen, an der verschiedene Naturkosmetik-Brands aus der Schweiz teilnehmen. «Naturtrends» zum Beispiel, ist ein Familienbetrieb aus dem Thurgau mit einer eigenen Naturkosmetik-Manufaktur. In Handarbeit entstehen hier verschiedene Aromabalsame, feste Körperbutter sowie Deocrèmes - aus 100 Prozent naturreinen ätherischen Ölen sowie qualitativ hochwertigen Absolues und wenn immer möglich aus Bio-Rohstoffen, «aus Liebe zur Natur und aus Liebe zur Gesundheit», wie es auf der Internetseite von Naturtrends heisst.

 

 

Bildergalerie Bildergalerie Naturtrends

 

Ausschliesslich natürliche Inhaltsstoffe werden auch bei der Herstellung des Sortiments von «Sidefyn Cosmetics» verwendet. Grundlage des gesamten Sortiments bildet ein Naturprodukt, das bei der Käseherstellung entsteht und besonders reich an Proteinen sowie Mineralstoffen ist: Molke. Diese pflege die Haut nachhaltig und mache sie so fein wie Seide, sagen Hersteller. Sidefyn eben, wie man im Kanton Bern sagt, wo sich auch der Sitz des Naturkosmetik-Unternehmens befindet. 

 

Ebenfalls in der Schweiz domiziliert ist die Firma «Laroma», die unter dem Motto «Flavours of Life» ein Sortiment natürlichen Essenzen aus der Natur zum Genießen und Entspannen anbieten. «Die meisten unserer Produkte stammen aus der Nähe der Alpenregion. Denn das garantiert uns und somit unseren Kunden erstklassige Qualität, Sicherheit und eine persönliche Nähe zu all unseren Lieferanten», ist dazu auf der Homepage von Laroma zu lesen. 

 

Am Beispiel der hier präsentierten Aussteller lässt sich sehr gut erkennen, dass mittlerweile für so gut wie jedes Budget und jedes Bedürfnis das passende Naturkosmetik-Produkt existiert. Aber Achtung: Nicht jeder Tiegel, den ein Blümchen ziert, enthält Naturkosmetik. Dieser Begriff ist nämlich nicht geschützt und entsprechend kann jeder Hersteller seinen Produkten einen grünen Anstrich verpassen. 

 

Um auf Nummer sicher zur gehen, empfiehlt sich darum, die Inhaltsstoffe einzeln zu überprüfen. Eine andere Möglichkeit ist es, direkt beim Händler nachzufragen – an der ORNARIS zum Beispiel, wo die Aussteller all ihre Produkte präsentieren und dabei natürlich sehr gerne Auskunft geben. 

 

Text: Katrin Roth, Journalistin mit eigenem Beauty-Blog und Moderatorin