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Ornaris Blog

Die Quadratur der Seide

Die Neuausstellerin Gaële Girault startet mit ihrem Label «Lôzae» an der ORNARIS: Sie malt Aquarell-Zeichnungen, die sie auf Textil bringt.

90 mal 90 Zentimeter misst ein klassisches Seiden-Carée oder gemeinhin: das Foulard. Das französische Luxuslabel Hermès machte das kleine Stück Stoff während der Sechzigerjahre unter anderem dank Jacky Kennedy oder Audrey Hepburn populär. Dann galt das farbige Tuch lange Zeit als altbacken – heute aber ist das Seidentuch gefragter denn je. Schöne Varianten bietet nun das neue Label «Lôzae», das die Lausanner Designerin Gaële Girault lanciert hat. Die ORNARIS-Neuausstellerin malt Aquarelle, die sie in Italien auf hochwertige Textilien drucken lässt. «Swiss Design made in Italy» ist ihr Credo.

 

Sie präsentiert eine dekorative Kollektion, die mit folkloristischen Codes spielt, diese transformiert und mit geometrischen und floralen Formen mischt. «Als ob die Trägerinnen und Träger ein echtes Gemälde am Körper tragen», lacht Gaële Girault. Es gibt die «Lôzae»-Tücher in vier Varianten: als zeitloses, handroulliertes Carée aus Seiden-Twill, als grosse Stola aus Kaschmir und Modal, als feinen Schal in 200 mal 18 Zentimetern. Und schliesslich das Highlight der Kollektion: der magische Schal. Er funktioniert viermal anders – klassisch um den Hals getragen als Foulard, dank versteckter Ärmel als Jacke im Kimono-Stil und schliesslich einmal in der Länge gefaltet, als Stirnband oder Gürtel.

Text: Lilia Glanzmann

Aussteller: Lôzae

An der ORNARIS in der Halle 4 zu finden.

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