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Ornaris Blog

Aufgetischt

Die Porzellandesignerin Denise Sigrist zeigt an der ORNARIS Geschirr und Vasen, die den Tisch zieren – dem Essen aber nicht die Show stehlen.

Ihre Objekte sind formstark, aber schnörkellos und meist in Weiss-, Schwarz- und Grautönen gehalten –  Denise Sigrist legt Wert auf schlichten Minimalismus. Auf einem Tisch mit leckeren Gerichten sollte das Geschirr dem Essen Raum lassen, findet die Designerin. Die gebürtige Schaffhauserin hat in Wien Keramik- und Produktdesign studiert und ist dann mit ihrem Label in Berlin gestartet. Heute arbeitet sie in einem Atelier direkt am Kreuzlinger Hafen. «Neugierde und Lust am Experimentieren treiben mich an», sagt die ORNARIS-Neuausstellerin. So schafft sie zeitlose Formen, die ihre Nutzer jeden Tag aufs Neue begeistern sollen: «Ich entwerfe und produziere in meinem Atelier Porzellan für den täglichen Gebrauch.»

Nebst einer klaren Formensprache haben die Produkte von Denise Sigrist oft auch eine zeichnerische Komponente. Die geschwungenen Formen kreiert sie direkt auf der Drehscheibe, manchmal bastelt sie den Prototypen aber auch aus Papier. Anschliessend giesst die Designerin eine Negativform in Gips. In diese kommt das aus Pulver angerührte Porzellan, bestehend aus Kaolin, Feldspat und Quarz – oder der Steinzeugton, mit dem Denise Sigrist auch ab und zu arbeitet. Und dann heisst es: Ab in den Ofen! Bei bis zu 1220 Grad entstehen dann über Nacht die Vasen, Teller, Becher und Krüge. Das Porzellan belässt sie meistens natürlich, aussen geschliffen und innen glasiert: So lassen Denise Sigrists Becher, Vasen, Krüge und Teller auf dem Tisch Raum für spektakuläre, bunte Zutaten.

Text: Lilia Glanzmann

Aussteller: Denise Sigrist Porzellan Design

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