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Ornaris Blog

Persönliche Note

In London sind jeden Herbst die Interior-Trends des kommenden Jahres zu sehen – Individualisierung ist auch im Bereich der Kleinmöbel ein grosses Thema.

Massgeschneiderte Kleider sind gefragt wie nie. Solches «Customizing», also an Kundenwünsche angepasste Produkte, sind heute unverzichtbar geworden. Viele Hersteller setzen deshalb auf persönliche Massenware und überlassen ab einem bestimmten Punkt in der Produktion ihren Käufern die Wahl. Dabei ist es wichtig, den Konsumenten nicht mit einer zu grossen Auswahl zu überfordern. Kuratieren heisst hier der Schlüssel: eine Reihe funktionierender Lösungen, etwa eine ausgewählte Farbpalette oder eine beschränkte Auswahl Materialien. Auch Möbelproduzenten reagieren auf den Wunsch nach Individualisierung – mit Produkten, die zwar einzigartig sind, aber dennoch Hand in Hand gehen mit serieller Produktion. Wir zeigen fünf Beispiele, wie solche individuellen Möbelstücke funktionieren.

Holz macht mobil
An der Möbelmesse in London war viel helles Holz zu sehen. Gleich zwei britische Labels bringen mit diesem Material das serielle Customizing auf den Punkt. «Grain» etwa fertigt umweltfreundliche Holzmöbel: Jedes Mass kann den eigenen Wünschen entsprechend angepasst werden. Dabei verzichtet Grain auf Lagerbestände und Überproduktion: Tisch oder Hocker werden bei der Bestellung für jeden Kunden passgenau hergestellt. Und auch das junge Label Benchmark zeigt individualisierbares Holz – die Kollektion «Sage» von Designer David Rockwell setzt allerdings auf höhenverstellbare Tische und Sideboards.

Kaffeesatz lesen
Individualisierung hat viele Gesichter. Mit dem «Coffee Table» präsentiert das Atelier «Joy Resolve» präsentiert einen Couchtisch aus recyceltem Kaffee. Die Körnung des Kaffees verleiht jedem Beistelltisch einen eigenen Ausdruck – eine ganz persönliche Mischung Kaffeesatz. Das ungewöhnliche Material kombinieren die Londoner mit einer Platte aus Bronze und Glas, was dem Möbel edle Eleganz verleiht.

Handwerkliches Farbenspiel

Wie sich Möbelstücke mit Farben personalisieren lassen, zeigt die Stuhlserie «Latis», die der Designer Samuel Wilkinson für Conran entworfen hat. Es sind über zwanzig verschiedene Bezugsstoffe möglich, die jedem Stuhl einen ganz anderen Look verleihen. Die Formensprache wiederum unterstützt den handwerklichen Charakter, was den Eindruck eines handgemachten Unikats stärkt.

Anpassungsfähig

In die Welt der Kleinmöbel gehören schliesslich auch die passenden Dekorationsaccessoires. Anpassungsfähig und damit individualisierbar sind die «Sanke Blocks» der Designerin Clara von Zweigbergk. An der ORNARIS sind sie beim Aussteller IC Design zu finden. Mithilfe eines versteckten, elastischen Bandes lassen sich die Holzblöcke zum jeweiligen Interieur arrangieren: einmal als figurative Schlange oder Hund, dann wieder als abstraktes Ornament oder Grundform. Besonders gefragt sind auch hier die natürlichen Stücke aus unbehandelter Buche, die in jedes Ambiente passen.

Text: Lilia Glanzmann

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